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Alibaba: Mörderisch – und gut?

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Jack Ma, Gründer der Alibaba Group und Multi-Milliardär, ist in China der Popstar der Tech-Szene. Mit seiner ironischen Art kommt er bei der aufstrebenden Mittelschicht gut an, lebt für viele einen eher westlich orientierten Traum vom Aufstieg. Das hinderte den Chef des Handelsriesen nicht daran, Mitglied der kommunistischen Partei zu werden, wie vor wenigen Monaten bekannt wurde. Jetzt hat der Executive Chairman von Alibaba in einer Debatte über die Work-Life-Balance aber für viele offenbar den Bogen überspannt – allem Ironieverständnis zum Trotz.

„Viele Menschen haben keine Möglichkeit“

Jack Ma habe die mörderische Kultur der Überstunden in vielen chinesischen Technologieunternehmen verteidigt und diese als „großen Segen“ für junge Arbeitnehmer bezeichnet, berichtet unter anderem die Agentur Reuters. In einer Rede vor den Mitarbeitern von Alibaba verteidigte Ma demnach den in der Branche üblichen Zeitplan,  996 genannt. Will heißen: Arbeiten von 9 bis 9 Uhr, sechs Tage die Woche. „Viele Unternehmen und viele Menschen haben keine Möglichkeit, 996 zu arbeiten“, wird Ma zitiert. „Wenn Sie in Ihrer Jugend nicht 996 arbeiten, wann können Sie das jemals tun?“

Verstoß gegen chinesisches Gesetz

In den sozialen Netzwerken in China ernteten diese Ansichten laut Reuters Empörung – und sorgten für Diskussionen. Demnach tauschten sich Betroffene über die fragwürdigen Arbeitsbedingungen in vielen Unternehmen aus. In einem Kommentar einer staatlichen Tageszeitung wurde zudem ein triftiges Argument gegen 996 angeführt: Dies verstoße gegen das chinesische Arbeitsgesetz, wonach die durchschnittliche Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche nicht überschritten werden dürfe.

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