Aktuell ein Blick wert: Bayer und Covestro

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Bayer treibt seine Umstrukturierung mit großen Schritten voran. Trotz aller Kritik und Rechtsstreitigkeiten, die mit der Übernahme des Saatgut-Riesen Monsanto einhergingen, wird sich die strategische Akquisition als Erfolg herausstellen. Die Zahlen für 2019 deuten bereits diese Erfolge an. Der Umsatz legte um 18,5% auf rund 43,6 Mrd. € zu. Unterm Strich ist ein Gewinnsprung von mehr als 140% auf rund 4,1 Mrd. € gelungen.

Im 1. Quartal setzte sich die positive Entwicklung bei Bayer fort

Trotz der Corona-Krise stieg der Umsatz um 4,8% auf rund 12,9 Mrd. €. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 19,7% auf 1,52 € pro Aktie. Ohne die milliardenschweren Rechtsberatungskosten und die Sonderausgaben für die Restrukturierungsprogramme wären die Ergebnisse noch besser ausgefallen. Bayer strukturiert sich grundlegend um. Zuletzt wurde die Tiermedizinsparte an Elanco verkauft. Die EU-Kommission stimmte der Transaktion zu. Einige Markenprodukte müssen aber an einen Konkurrenten abgegeben werden.

Die Tiermedizinsparte wird einen Verkaufserlös von 7,6 Mrd. $ in die Kassen spülen. Weitere Erfolge zeichneten sich in den USA ab. Das neue Herbizid Dicamba wird Ende Juli zugelassen. Zudem wurde ein Vergleich im Glyphosat-Streit geschlossen. Bei Bayer mehren sich die guten Nachrichten. Für 2020 rechne ich mit einem Rekordjahr. Der Konzern ist zukunftsorientiert aufgestellt, gut durchfinanziert und hat in den vergangenen Jahren die richtigen Entscheidungen getroffen. Die Bewertung ist günstig.

Unternehmensporträt

Als weltweit tätiges Unternehmen konzentriert sich Bayer auf die Geschäftsbereiche Gesundheit, Pflanzenschutz und hochwertige Materialien. Die neue Konzernstrategie sieht eine Stärkung der Forschung und den Ausbau des Geschäfts in den Schwellenländern vor.

Erwartungsgemäß blieb Covestro 2019 hinter den vorherigen Rekordjahren zurück

Der Umsatz sank um 15,1% auf rund 12,4 Mrd. €. Unterm Strich ging der Gewinn um mehr als zwei Drittel auf 552 Mio. € zurück. Das zyklische Geschäft wurde besonders von den Problemen in der Automobilindustrie getroffen. Durch die politisch vorangetriebene Umstellung auf Elektromobilität geriet die Autoindustrie in eine schwere Krise, die von Nachhaltigkeitsdebatten und dem Skandal um die Diesel-Affäre begleitet wurden.

Für Covestro ist die Automobilindustrie eine der wichtigsten Abnehmergruppen. Doch langfristig wird Covestro sogar von dieser Strukturkrise profitieren, denn der Konzern hat sich auf nachhaltige Materialien spezialisiert, die vielfältig eingesetzt werden können. Im 1. Quartal konnte sich diese Ausrichtung noch nicht beweisen. Coronabedingt sank der Umsatz um 12,4% auf rund 2,8 Mrd. €.

Unterm Strich brach der Gewinn um 88,8% auf 0,11 € pro Aktie ein. Auch am Aktienmarkt hatten Anleger bislang wenig Freude an Covestro. Die strategischen Erfolge und die neue Perspektive mit der Nachhaltigkeitsstrategie BEYOND wurden kaum beachtet. Der Aktienkurs ging deutlich zurück.

Für langfristige Investoren ergeben sich einmalige Chancen

Covestro überzeugt mit einer nachhaltigen Geschäftsausrichtung, vielversprechenden Wachstumsaussichten in zahlreichen Bereichen und einer robusten Finanzierung. Dazu werden die Erfolge mittels überdurchschnittlicher Dividende an die Aktionäre weitergegeben. Mit der aktuellen Bewertung ist Covestro ein Schnäppchen.

Unternehmensporträt

Covestro ist ein ehemaliger Geschäftsbereich der Bayer AG, der sich auf die Produktion von Werkstoffen spezialisiert hat. Das Produktportfolio umfasst verschiedene Lacke, Kleb- und Dichtstoffsysteme sowie Dämmmaterialen und Polycarbonate. Bayer ist noch zu kleinen Teilen an dem eigenständigen Konzern beteiligt.



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