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Agrios Global Holdings Ltd.: Interview mit CEO Chris Kennedy auf der Münchener Kapitalmarktkonferenz

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Sehr geehrter Herr Kennedy, die Agrios Global Holdings hat sich auf die Datenanalyse zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion spezialisiert, wenn ich das richtig verstanden habe. Aber Sie als CEO kennen Ihr eigenes Unternehmen wohl am besten. Daher würde ich Sie bitten, dass Sie Ihre Company zunächst einmal kurz selbst unseren Leserinnen und Lesern vorstellen.

Antwort von Chris Kennedy: Ja, das stimmt. Wir sind ein Technologieunternehmen, dass sich auf die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion fokussiert. Dazu sammeln wir entsprechende Daten und werten diese mit Hilfe von Software aus. Dabei haben wir uns zuletzt insbesondere auf den Cannabis-Bereich spezialisiert.

Konkret haben wir eine Plattform entwickelt, die auf einer Technologie namens Aeroponics basiert. Dies ist eine Technologie, mit deren Hilfe man ohne den Einsatz von Boden 100% umweltfreundlich und biologisch einwandfrei Cannabis produzieren kann.

Der Einsatz dieser Technologie birgt dabei viele Vorteile. So sorgt ihr Einsatz nicht nur für niedrige Kosten. Vielmehr ist der Wirkstoffgehalt (von Wirkstoffen wie CBD oder THC) der einzelnen Pflanzen nahezu konstant, sie entwickeln sich als deutlich konsistenter.

Ich verstehe das aber richtig, dass Sie selbst kein Cannabis produzieren?

Antwort von Chris Kennedy: Korrekt. Wir verfügen selbst auch gar nicht über eine entsprechende Lizenz, die uns die Produktion von Cannabis erlauben würde. Aber wir besitzen ein Gebäude, dass wir an einen solchen Lizenzhalter vermietet haben. Diesen, unseren Mieter unterstützen wir dann mit unseren Dienstleistungen.

Ihr Hauptgeschäft ist also das Software-Business. Man könnte Sie quasi als Big Data-Unternehmen bezeichnen, dass sich mit seinen Analysen auf den landwirtschaftlichen Bereich spezialisiert hat?

Antwort von Chris Kennedy: Ja, unser Hauptgeschäft sind Daten und Technologie. Dazu sammeln wir zahlreiche Daten und werten diese aus, um so die Pflanzen besser verstehen zu können. So versuchen wir dann die Bedingungen zu verbessern, so dass Pflanzen besser, konsistenter und schneller wachsen können.

Das bedeutet auch, dass Sie sich bisher zwar auf Cannabis fokussiert haben, prinzipiell jedoch auch andere Pflanzen optimieren könnten?

Antwort von Chri Kennedy: Korrekt, so ist es. Darum sind wir auch eingeladen worden unsere Technologien der CropScience Division von Bayer vorzustellen. Zumal unsere Technologien auch dabei helfen können, nachhaltiger zu produzieren, das heißt ohne Einsatz von Düngemitteln sowie einem deutlich reduzierten Energie- und Wasserverbrauch.

Ich habe vor einiger Zeit mit einem Zukunftsforscher gesprochen, der im sogenannten Vertical Farming einen absoluten Zukunftstrend sieht. Wie sehen Sie das, sind Sie auch in diesem Bereich tätig?

Antwort von Chris Kennedy: Wir haben definitiv die Fähigkeiten, um in diesem Bereich tätig zu werden, ja. Bisher sind wir dort jedoch noch nicht engagiert. Denn wir haben bisher ja nur das eine, von uns vermietete Gebäude und in diesem wird eben Cannabis angepflanzt beziehungsweise produziert. Aber wir arbeiten natürlich an unserer Expansion.

Bisher sind Sie nur in den USA tätig. Wie sieht es in Sachen internationale Expansion aus? Gibt es dazu auch schon irgendwelche Pläne?

Antwort von Chris Kennedy: Die Aktie unseres Unternehmens ist an der kanadischen Börse gelistet, das operative Geschäft findet jedoch ausschließlich in den USA statt. Natürlich sind wir jedoch auf der Suche nach internationalen Partnern. Dies gilt besonders für Europa und sehr gerne für Deutschland.

US-Präsident Trump ist, soweit ich weiß, kein großer Fan von Cannabis sowie dessen Freigabe. Sehen Sie keine politischen Risiken für Ihr Unternehmen, zumal Sie ja operativ in den USA tätig sind?

Antwort von Chris Kennedy: Es gibt derzeit einen starken Trend zur Legalisierung von Cannabis in den USA. So haben bereits 33 Bundesstaaten Cannabis freigegeben und einige andere planen dies. Die beiden größten Märkte sind dabei Kalifornien vor Colorado.

Auch US-Präsident Trump ist nicht wirklich gegen diese Entwicklung. Vielmehr unterstützen inzwischen zahlreiche Demokraten und Republikaner die Freigabe. Zudem steigt die Akzeptanz in der Bevölkerung, besonders dort, wo die Freigabe schon erfolgt ist.

Konkret sieht man dort, wo Cannabis freigegeben wurde, einen starken Rückgang des Gebrauchs beziehungsweise Missbrauchs von Opioiden (und Trump kämpft gegen die sogenannte „Opioid Krise“) und Alkohol.

Zu guter Letzt feiert man auch beim medizinischen Einsatz gute Erfolge. Alles in allem sehen wir die Zukunft von Cannabis sehr positiv und daher mehr Chancen als Risiken.

Jetzt befinden wir uns hier auf der MKK, wo sich bekanntlich alles ums Geld dreht. Können Sie etwas konkreter über Ihre Geschäftsentwicklung in 2019 sprechen? Wie würden Sie Ihre Geschäftszahlen selbst bewerten wollen?

Antwort von Chris Kennedy: Unser Fiskaljahr läuft immer vom 1. April bis 31. März. In unserem ersten vollständigen Geschäftsjahr (per Ende März 2019) haben wir einen Jahresumsatz von rund vier Millionen US-Dollar eingefahren, woraufhin uns die Analysten von GBC Research in ihr regelmäßiges Coverage aufgenommen haben. Dazu haben Sie uns vor Ort besucht und mit dem Management gesprochen.

Anschließend haben sie für das Geschäftsjahr per Ende März 2020 einen Jahresumsatz von acht Millionen US-Dollar prognostiziert, womit wir uns sehr wohl fühlen. Konkret sind wir aktuell on track, diese Umsatzprognose zu erfüllen, denn nach zwei Quartalen (Ende September) konnten wir bereits einen Umsatz von kumuliert 2,9 Millionen US-Dollar einfahren.

Bisher arbeiten wir leider noch nicht profitabel. Die Prognosen sehen jedoch vor, dass wir im kommenden Geschäftsjahr, das per Ende März 2021 endet, erstmals einen Nettogewinn ausweisen werden. Die Profitabilität kommt also in Sicht.

Okay, dann hätte ich keine weiteren Fragen. Haben Sie vielleicht noch ein abschließendes Statement, ein Schlusswort? Was möchten Sie Ihren Aktionären noch gerne mit auf den Weg geben?

Antwort von Chris Kennedy: Gerne. Wir sind ein junges Unternehmen, das sich derzeit in einem herausfordernden Marktumfeld bewegt. Wir haben uns jedoch bereits sehr gut positioniert und sehen daher – trotz des aktuell herausfordernden Marktumfelds – sehr positiv in die Zukunft.

Konkret möchten wir uns zukünftig breiter aufstellen, was uns gelingen dürfte. Ich habe ja bereits das Interesse an unseren Technologien angesprochen, das sehr groß ist. Wir gehen daher davon aus, zukünftig mehrere Umsatzströme aufbauen und anschließend profitabel werden zu können.

Herr Kennedy, ich bedanke mich für das sehr interessante Gespräch und wünsche Ihnen auch weiterhin viel Erfolg!

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lokalrunde  Nichts, 11.12.19
... wie bei allen Cannabis Aktien ! Bin bei MYM investiert , da sieht es genau so aus . Ich glaub
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Wasnu  Hoffnung 09.10.19
Sehr guter Bericht und Zukunftsaussichten. Leider springt der Kurs bei allen positiven News nicht an
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Agrios Global Holdings - das rasant wachsende Unternehmen im Aeroponik-Sektor https://www.pressep



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