Schlusskurs vom 23.05.18:    6,31EUR  +0,64%  +0,04€

ADVA Optical Networking: Deutliche Anzeichen von Schwäche!

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Liebe Leser,

Mitte November startete die ADVA-Aktie im Bereich von 4,65 Euro einen neuen Kursanstieg, der den Wert in den ersten Januartagen bis in den Bereich von 6,21 Euro vordringen ließ, ehe eine neue Aufwärtsbewegung startete. Sie erweckte lange Zeit den Eindruck, als handle es sich bei ihr nur um eine bullische Flagge.

Die Anleger hatten deshalb Grund zu der Annahme, dass sich der ADVA-Kurs im weiteren Verlauf des Monats wieder höheren Kurszielen zuwenden würde. Es kam jedoch ganz anders. Zunächst wurde die Flagge länger und länger, bis sie sich Anfang Februar zu einer abwärtsgerichteten steileren Bewegung weiterentwickelte.

Diese führte den Aktienkurs am 6. Februar bis auf 5,97 Euro hinab und unterschritt damit das Tief der Zwischenkonsolidierung aus der zweiten Dezemberhälfte. In einem sauberen Aufwärtsimpuls ist eine derartige Entwicklung nicht vorgesehen. Die Anleger haben somit Grund, an der Kraft der Käufer zu zweifeln.

Schlechte Vorzeichen?

Begünstigt werden diese Zweifel auch durch den schwachen Start in die neue Woche. Während der Gesamtmarkt am Montagvormittag schöne Zugewinne zu verzeichnen hat und viele Technologieaktien bei den Anlegern wieder gefragt waren, eröffnete die ADVA-Aktie die neue Handelswoche mit einer roten Kerze. Zwar war deren Körper nicht allzu groß, doch die recht langen oberen und unteren Schatten zeugen von einer gewissen Unsicherheit innerhalb der Investoren. Und auch am Dienstag verlor die Aktie weiter an Wert.

Zur Vorsicht mahnt auch, dass sich ausgehend vom Januarhoch, das bereits am 8. Januar markiert wurde, ein kurzfristiger Abwärtstrend etabliert hat, der bislang von den Bullen nicht überwunden werden konnte. Um dies zu erreichen, wäre ein Anstieg des Kurses auf 6,50 Euro, besser jedoch auf 6,60 Euro notwendig.

Solange die Käufer diesen schuldig bleiben, ist die Aktie kurzfristig eher bärisch zu werten. Mit neuerlichen Angriffen der Bären und in deren Folge auch mit neuen Jahrestiefs muss deshalb gerechnet werden.

Ein Beitrag von Dr. Bernd Heim