Schlusskurs vom 15.08.18:    206,30EUR  -1,43%  -3,00€

Adidas: Die Aktie kennt kein Halten mehr!

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Mit weitem Abstand größter Gewinner im deutschen Leitindex war am Donnerstag die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas. Der Kurs konnte gut 10 Prozent zulegen und diese Gewinne auch im Laufe des Tages halten. Grund für den Kursanstieg waren die vorgelegten Quartalszahlen, die bei den Anlegern scheinbar für große Erleichterung sorgten. Zuvor war befürchtet worden, dass die Konkurrenz – allen voran Nike, aber auch der heimische Rivale Puma – den Herzogenaurachern Marktanteile weggeschnappt haben könnte. Auch das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft und weiterer Adidas-Teams bei der Fußball-WM in Russland hatte für Ernüchterung gesorgt und den Aktienkurs des Ausrüsters absinken lassen.

Ein Blick auf die Zahlen

Doch die Sorgen waren unberechtigt. Wie das Unternehmen mitteilte, stiegen die Umsätze zwischen April und Juni im Jahresvergleich um 4 Prozent auf 5,26 Mrd. Euro. Währungsbereinigt lag das Umsatzplus sogar bei 10 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit 5,17 Mrd. Euro gerechnet. Des Weiteren konnte das operative Ergebnis um 17 Prozent auf 592 Mio. Euro verbessert werden, sodass die operative Marge um 1,2 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent stieg. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten erhöhte sich um 20 Prozent auf 418 Mio. Euro. Entscheidend für die gute Geschäftsentwicklung waren wieder einmal die strategischen Fokusbereiche China, Nordamerika und E-Commerce, wie Adidas-Chef Kasper Rorsted erklärte. Das Unternehmen sieht sich damit auf einem guten Weg, auf Jahressicht einen währungsbereinigten Umsatz von 10 Prozent zu erreichen. Die Guidance wurde bestätigt.

Es winkt ein neues Allzeithoch

Nach dem kräftigen Kurssprung ist das Allzeithoch aus dem April bei 213,70 Euro plötzlich wieder zum Greifen nah, es fehlen gerade einmal 4 Euro. Es ist gut möglich, dass die Anleger die Gunst der Stunde nutzen und eine neue Bestmarke aufstellen. Spätestens dann sollte aber die Zeit für Gewinnmitnahmen und den Abbau der überkauften Marktphase gekommen sein.