VW-Musterfeststellungsklage – die Vergleichsverhandlungen sind gescheitert!

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Die Vergleichsverhandlungen im Rahmen der Musterfeststellungsklage sind gescheitert. Dies gab der Automobilhersteller VW vergangene Woche bekannt. Wie Betroffene nun handeln sollten, finden Sie nun bei uns!

 

VW verfolgt eine klare Taktik

In der Pressemitteilung des Konzerns hieß es, dass die unangemessene Honorarforderung über 50 Millionen Euro von Seiten des Verbraucherverbandes der Grund für die Ablehnung von weiteren Gesprächen war. Vermutet wird allerdings eine klare Taktik des Fahrzeugherstellers. So soll das Verfahren weiter andauern, wodurch die Kunden die Autos weiter nutzen und die zu zahlende Nutzungsentschädigung weiter steigt. VW müsste mittels dieser Taktik eine geringere Schadensersatzzahlung leisten. Hinzu kommt ein Urteil des Bundesgerichtshofes zum Thema Nutzungsersatz, welches im Mai erwartet wird.

 

Vergleichsangebote für bestimmte Betroffene

Darüber hinaus möchte VW bestimmten Käufern dennoch Vergleichsangebote vorlegen. Dies hätte zur Folge, dass Fälle, in denen ein Erfolg von VW vor Gericht theoretisch kaum erzielbar wäre, aus der Musterfeststellungsklage ausscheiden würden. Fälle mit besseren Aussichten würden weiterhin ein Teil bleiben.

Vergleichsangebote erhalten nur VW-Kunden, die vom Abgasskandal betroffen sind, der Musterfeststellungsklage angehören, einen deutschen Wohnsitz besitzen, das Fahrzeug nach dem 1. Januar 2016 gekauft haben und zum jetzigen Zeitpunkt noch Eigentümer sind. Voraussetzung ist die Eintragung in eine Plattform, woraufhin VW die entsprechenden Kunden kontaktiert.

 

Einzelklage statt Vergleich

Diese Vergleichsangebote werden aller Voraussicht nach nicht dem entsprechen, was Kunden vor Gericht erzielen könnten, weshalb davon abgeraten wird, der Offerte zuzustimmen. Da mit Blick auf das Urteil des Bundesgerichtshofes im Mai innerhalb der kommenden Monate ein weiteres Angebot erwartet wird und Kunden sich dann immer noch entscheiden können, ob sie dieses Angebot annehmen oder ablehnen, sollten Betroffene den Vergleichsangebote nicht zustimmen. Im Falle einer Ablehnung steht den Kunden die Option einer Einzelklage weiterhin offen. Der finanzielle Aspekt spricht in jedem Fall für diese Maßnahme.

 



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